| gefahrene Strecke: | 167 km (103 mi)
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| Fahrzeit: | 2:17:01
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| Ø Geschwindigkeit: | 73 km/h (45 mph) | ||
| max. Geschwindigkeit: | 126 km/h (78 mph) | ||
| min. Höhe über Meer: | 12 m (39 ft) | ||
| max. Höhe über Meer: | 595 m (1952 ft) | ||
| Waypoints: |
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| Übernachtung: | Motel 6, Burlington ($84.90) |
Für die anderen drei (Marco, Thomas, Duc) begann der Tag gemäss Vorsatz schon um 9 Uhr: sie wollten sich im moteleigenen Fitnessraum für Montréal fit machen. Ich zog es vor, stattdessen noch ein wenig länger zu schlafen.
Kurz vor Mittag checkten wir aus und fuhren über den Pont Jacques Cartier nach Montréal Centre-Ville. Das war nicht ganz einfach, weil zwei Strassen gesperrt waren und generell in Montréal alles etwas verwirrend angeschrieben ist. Schliesslich fanden wir aber mitten im Zentrum an der Rue Metcalfe ein schönes Parkhaus. Dachten wir jedenfalls. Das Parkhaus war mega-eng und überhaupt nicht für unseren Cadillac gemacht. Wir quetschten uns aber trotzdem durch und zwängten ihn in ein Parkfeld.
Der Hunger meldete sich bereits, und so bestand die erste Mission darin, ein passendes Esslokal zu finden. Das chinesische Restaurant "Prêt-À-Manger" sprach uns an, und wir bestellten sogleich Nudelsuppen (Thomas und ich) und chow mein (Duc und Marco). Der Laden war zu 90% mit Asiaten gefüllt – muss ein gutes Zeichen sein! Als das Essen serviert wurde, verschmähten wir natürlich das bereitliegende Essbesteck und verlangten nach chopsticks.
Mit dem guten Gewissen, wieder mal etwas Gesundes zu essen, machten wir uns ans Werk und liessen nichts übrig. Als auch die obligaten fortune cookies, die uns allerdings keine tiefgreifenden Erkenntnisse über uns verschafften, verspiesen waren, verliessen wir den Laden – glücklich über die günstig ausgefallene Rechnung, auch wenn wir nur die Zahlen lesen konnten.
Wir schlenderten durch die Centre-Ville, sahen uns den einen oder anderen Laden an und bewunderten die zahlreichen Museen von Aussen, da niemand von uns den Drang verspürte, deren Innenleben über sich ergehen zu lassen. Nach einer Weile kam, was kommen musste: Regen! Kanadische Städte scheinen es nicht so gut mit uns zu meinen. Wir flüchteten in den Complexe Desjardins, eine Mall, in der (verglichen mit Toronto) sehr wenig los war. Um die letzten kanadischen Dollars loszuwerden, kauften wir dort Postkarten und etwas zu trinken und gingen dann weiter.
Viele Schritte später wollten wir in unseren letzten Stunden in Kanada noch einen Second Cup (so etwas wie Starbucks und meistens auch gleich neben einem solchen zu finden) besuchen. Ohne kanadische Dollars, nur mit Kreditkarten bewaffnet, mussten wir nach der Bestellung feststellen, dass nur Debit-Cards akzeptiert werden. Somit mussten wir in den sauren Apfel beissen und am sehr praktisch nebenan platzierten ATM (= Bancomat für die Schweizer) für viele Gebühren noch $20 beziehen. Naja – der Kaffee und die heissen, weissen Schokoladen haben trotzdem geschmeckt.
Das übrige Bargeld wollten wir in einem Computerladen für eine billige USB-Tastatur, die Thomas und Marco zum Spielen von Civilization im Auto benötigten, ausgeben. Daraus wurde aber wieder nichts, weil die nächstgelegene Kasse nur Kreditkarten akzeptierte. Kanadier, entscheidet euch!
Danach machten wir uns definitiv auf den Weg zurück zur Parkgarage. Unsere Route aus Montréal heraus sauber und ohne uns zu verfahren gefunden, waren wir schon bald auf den letzten paar Kilometern in Kanada. Es regnete zeitweise recht heftig, und die Strasse war voller Schlaglöcher. Ein paar hundert Meter vor der Grenze machten wir noch Halt im Duty Free-Shop und wurden unsere letzten kanadischen Dollars los. Der Grenzübertritt selbst war wie immer kurz und schmerzlos – nach ein paar Routinefragen und einigen Meilen auf dem I-89 fanden wir unser (teures) Motel 6 in Burlington, Vermont.
Manuel