The facts
Während unserer Reise sind uns einige Dinge aufgefallen, die auf einer Reise durch die USA und Kanada gut zu wissen sind, aber vielleicht nicht gerade in einem Reiseführer stehen. Darunter sind auch einige Kuriositäten aus dem Leben in Amerika – einfach mal durchlesen!
Auf der Strasse
- Auf dem Highway 1 in Kalifornien sollte man die mph-Angaben bei Kurven, die übrigens recht zahlreich sind, ernst nehmen.
- In Oregon trifft dies eher weniger zu. Dort sind die Strassen allgemein langsamer angeschrieben, dies wird aber meistens ignoriert.
- Nicht wundern, falls einem auf dem Freeway einmal ein Velo verkommen sollte, das ist normal.
- Die Lichtsignale, die man beachten muss, sind jeweils auf der anderen Strassenseite angebracht.
- In der Regel darf man bei einem Lichtsignal, das auf rot steht, rechts abbiegen, wenn man vorher kurz angehaltet hat (und der Weg frei ist) – es sei denn, ein "No turn on red"-Schild verbietet dies, oder man ist in New York City.
- Entlang den Interstates gibt es kleine Dörfchen, deren einziger Existenzzweck darin zu bestehen scheint, die Reisenden mit "Gas, Food & Lodging" zu versorgen. Wir haben sie "Servicewüsten" getauft. Wenn ein Ort mit Interstate-Anschluss mal die Frechheit hat, keine solchen Dienste anzubieten, steht bei der Ausfahrt: "No services".
- In und um New York City Auto zu fahren, ist zwar eine kleine Herausforderung, aber nicht so schlimm, wie einem manchmal weisgemacht wird. Auch Parking findet sich genug – nur kann es recht teuer sein, wenn man gleich das Erstbeste nimmt (wir haben einmal $33 für 24 Stunden bezahlt). Dafür ist es ziemlich zeitraubend (Staus), und die vielen Brücken und Tunnels kosten jedesmal Toll (um die $6 pro Brücke/Tunnel, allerdings meist nur in eine Richtung).
Rund ums Auto
- Bei Jiffy Lube kümmern sich gleichzeitig 6 Leute von allen Seiten um das Auto, und das Öl ist in 10 Minuten gewechselt, der Innenraum gesaugt und die Scheiben geputzt.
- Bei Mietwagenverleihfirmen sollte man sich nicht gegen Aufpreis einen grösseren Wagen andrehen lassen als man reserviert hat. Es kann sein, dass man ihn sowieso für den gleichen Preis bekommt, weil die reservierte Kategorie nicht verfügbar ist. Natürlich wird einem das erst gesagt, wenn man die kostenpflichtige Upgrade-Option definitiv und nachdrücklich abgelehnt hat. Uns wollten sie nach dem ersten erfolglosen Versuch das Upgrade noch billiger geben, angeblich weil wir mit Swiss geflogen seien. Weil wir stur blieben, bekamen wir dann den grösseren Wagen nicht für $600, auch nicht für $320, sondern für $0.
- Benzin ist bei kleinen Tankstellen am Stadtrand oft viel günstiger als bei Shell, Chevron, 76 oder Texaco, dafür kann man nicht immer mit Kreditkarte bezahlen. Tip: an der Westküste ist Arco oft sehr günstig.
- Der Preis, der auf der Tanksäule steht, zählt. Also Vorsicht mit Tafeln, die stimmen zum Teil leider nicht.
- Das Auto kann nicht gross genug sein. Jeeps etc. sind aber beim Parkieren wieder unpraktisch und teurer.
- Viele amerikanische Autos hupen kurz, wenn man sie abschliesst. Das ist normal.
Essen und Trinken
- Das Leitungswasser ist an den meisten Orten mit Chlor versetzt – manchmal viel, manchmal wenig, aber trinken sollte man es jedenfalls nicht.
- Aus diesem Grund bestellt man Getränke besser ohne Eiswürfel.
- Wenn man keine Eiswürfel im Getränk möchte, sagt man am einfachsten "no ice" (ungläubige Blicke einfach ignorieren). Alles andere ist viel zu kompliziert und führt zu Missverständnissen.
- US Small = Europe Large; man bestellt also mit Vorteil immer "Small". Speziell bei Carl's Jr...
- In den meisten Fast Food-Restaurants kann man seinen Becher so oft füllen, wie man möchte (free refills). Im Interesse des eigenen Empfindens sollte man dies aber nicht übertreiben.
- Unter "Ice(d) Tea" versteht man hier i.d.R. einen kalten Tee (ohne Zucker!).
- Mit einer kleinen Peltier-Kühlbox muss man auch unterwegs nie auf ein kühles Getränk verzichten.
- Fanta hat zwar dasselbe Logo, ist aber anders (viel süsser) als in der Schweiz.
- Root Beer hat nichts mit Bier zu tun, sondern schmeckt eher wie Cola mit Zahnspülung.
- Ausser in Fast Food-Läden setzt man sich in Restaurants nicht einfach hin, sondern wartet darauf, bedient zu werden! Meistens weist auch ein Schild "Please wait to be seated" darauf hin, aber man vergisst es trotzdem leicht.
Im Motel
- Im Motel kommt die Putzfrau um 9 Uhr, wenn man sich nicht mit einem "Please do not disturb"-Schild dagegen wehrt.
- Motel 6 sehen überall (fast) immer gleich aus – innen sowieso.
diverses
- Im Safeway sollte man besser gut auf die Preise schauen, wenn man keine "Safeway Club"-Karte hat (was als Tourist kaum zutreffen dürfte). Tip: stattdessen in den nächsten grossen Wal-Mart gehen.
- Nicht alle Banken wechseln Travelers Cheques ohne Gebühr. Manchmal hat das Personal auch keine Ahnung, wie es mit den Cheques umgehen soll. Tip: Liste mit Annahmestellen bei American Express konsultieren.
- Fotos/Videos durch die Windschutzscheibe werden auch mit Nachbearbeitung nie so gut, wie mit aus dem Fenster gehaltener Kamera gemachte.